Liebe Besucher,

das Wort Kalligrafie stammt aus dem Griechischen (kallos = schön, graphein = schreiben) und bedeutet: Die Kunst des schönen Schreibens.

Heute, im Zeitalter der nahezu unbegrenzten technischen Reproduktionsmöglichkeiten, geht es nicht darum, die Gleichmäßigkeit und Exaktheit einer gedruckten Schrift anzustreben, sondern ein individuelles Schriftstück mit unverwechselbarem Charakter zu schaffen.

Voraussetzung für die freie gestalterische Arbeit ist das gründliche Erlernen historischer Schriften und die Auseinandersetzung mit deren Formen und Eigentümlichkeiten. Als Schreibwerkzeuge dienen einerseits klassische Metallfedern, Bambusfedern, Stifte und Pinsel, andererseits ungewöhnliche Utensilien wie Holzstäbchen, Korken, Pipetten, Strohhalme, Muscheln oder Pflanzenstängel. Kurz gesagt: man kann mit allem und auf allem schreiben.

Die Schrift kann dabei lesbar bleiben, aber auch auf Fragmente einzelner Buchstaben reduziert werden bis hin zur abstrakten Darstellung. Eine Kalligrafie vermittelt somit nicht nur Textinhalte, sondern verbindet das grafische mit dem malerischen Element.

Im Laufe der Zeit ist die Kalligrafie zu meiner Passion geworden. Im Spannungsfeld zwischen Schrift und Malerei zu experimentieren bedeutet für mich Kontemplation, Loslösen vom Alltag, Einbringen und Sichtbarmachen von Emotionen, also mehr als das bloße Visualisieren von Sprache.

Beispiele finden sich unter den Menüpunkten links oben "Galerie:Kalligrafie" und "Galerie:Malerei".